Etappe-6_typo

Altmetall Schätze

Auf dem Weg nach Pontederra entdecken wir einen Schrottplatz, der einige Schätze birgt. Ein paar Vespas, Moto Guzzi, ein gepanzerter Autobianchi eines Mafia Boss, Porsche 911 und und und. Hätten wir einen Sattelschlepper dabei, würde unsere Reise vielleicht hier eine Wendung nehmen. Es bleibt bei einem netten Plausch mit dem Besitzer, der uns nach und nach seine skurrilen Schätze offenbart. Wir verabschieden uns herzlich vom ehemaligen Rallye Fahrer und besuchen das Piaggio Museum in Pontedera.

DSC_1793

“Pontedera”

Gesamtstrecke: 80,50 km
Gesamtzeit: 4:05:34
Zeit in Bewegung: 2:31:37
Durchschnittliche Geschwindigkeit in Bewegung: 31,85 km/h
Maximale Geschwindigkeit: 60,65 km/h
Durchschnittliches Tempo in Bewegung: 1:53 min/km
Höhenunterschied: 423 m
Maximales Gefälle: 9 %

 

Etappe-7_typo

Thermalquellen, Hügel & Kurven

Die Toskana ist schön, das weiß man ja bereits. Dass man aber in der Toskana mehrere Stunden fahren kann ohne ein einziges Auto anzutreffen war mir neu. Wir fuhren fern ab von touristischen Orten, und haben eine ganz neue Seite dieser Gegend kennen gelernt. Wir fuhren durch große Naturschutzgebiete. Badeten in Thermalquellen mitten im Wald und entdeckten wunderschöne toskanische Dörfer. Ein kleiner Service für ein wackeliges Hinterrad war nötig. In Pari, ein kleiner Ort, der wie eine Mütze auf einem Berg liegt und nur über eine einspurige Serpentinenstraße zu erreichen ist, fanden wir eine Möglichkeit zu Übernachten. Die einzigste Pension des Dorfes, war auch das einzige Restaurant. Wir aßen vorzüglich, klar, wenn Mamma kocht! Und werden vom Wirt mit Operngesang unterhalten. Und nach reichlich Vino in die Schlafgemächer entlassen. Ein durch und durch italienischer Abend.

“Pari”

Gesamtstrecke: 153,57 km
Gesamtzeit: 6:15:06
Zeit in Bewegung: 4:03:44
Maximale Geschwindigkeit: 70,88 km/h
Minimale Höhe: 59 m

 

Etappe-8_typo

Es läuft

Wir entscheiden uns für eine lange Etappe um am nächsten Morgen nur noch nach Rom rein fahren zu müssen. Dann haben wir mehr Zeit für Rom Sightseeing. Es geht vorbei an den drei Seen nördlich von Rom. Wir finden am Lago di Bracciano in Anguilara Sabazia, ein Örtchen am Ufer, das etwas an Saint Tropez erinnert, ein Hotel zum Übernachten. Der Besitzer ist selbst Vespa Fahrer und freut sich über den Besuch der verrückten Deutschen, die von so weit her mit der Vespa kommen. Dafür gibt es sogar Rabatt beim Zahlen.

“Lago di Bracciano”

Gesamtstrecke: 214,23 km
Durchschnittliche Geschwindigkeit in Bewegung: 37,84 km/h
Maximale Geschwindigkeit: 63,62 km/h

 

Etappe-9_typo

Einfahrt nach Rom

Mittlerweile haben wir uns an die italienische Fahrweise gewöhnt. Wir sind positiv überrascht über den Umgang mit Zweiradfahrern im alltäglichen Verkehrs-Gewusel. So ist die Einfahrt nach Rom gar nicht so chaotisch wie erwartet. Vielleicht auch, weil Samstag ist, und der Berufsverkehr nicht ganz so stark. Bei der Reiseplanung hatten wir bedenken nach Rom überhaupt reinzufahren, weil in vielen Großstädten Italiens stinkend, laute Zweitakter verboten wurden. Der ADAC nannte uns horrende Bußgeldsummen, die auf uns zukommen können. Wir ließen es drauf ankommen. Tatsächlich sieht es so aus, dass immer noch Legionen von Römern auf die zweigetakteten Streitwagen vertrauen. Es ist nicht ganz leicht in den Gassen der Innenstadt unser Hotel ausfindig zu machen, was aber fast schon zweitrangig ist. Immerhin haben wir es geschafft!

Wir feiern unsere Tour auf einer Rooftopbar des Hotel Forum, besuchen ein paar Sehenswürdigkeiten, was man als Minimum gesehen haben sollte, und freuen uns aufs Hotelbett.

Am nächsten Tag holen wir den gemieteten Sprinter, verladen die Vespas und fahren über die Autobahn nach München. Auf der Rückfahrt rauschen wir durch all die Gegenden durch die wir uns gekämpft hatten. Neben der Autobahn überholt uns der ETR Zug, eine art italienischer ICE. Die schnelllebige Zeit hat uns unweigerlich wieder eingeholt. Beim Herunterreißen der Autobahnkilometer spult der Kopf noch einmal die Highlights der Reise durch. Unglaublich, wie beschwerlich eine Reise noch vor 100 Jahren gewesen sein muss? Unglaublich, wie schnell so ein Sprinter drei Leute transportieren kann.

Danke an die Erfahrung der Langsamkeit.

IMG_2313

“Rom”

Gesamtstrecke: 38,59 km
Gesamtzeit: 1:26:55
Zeit in Bewegung: 1:12:26
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 26,63 km/h
Durchschnittliche Geschwindigkeit in Bewegung: 31,96 km/h
Minimale Höhe: 64 m (209 Fuß)

<- SLOW TO ROMA I (Etappe 1-5)

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.