Viersitzer mit Biss.

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Nachdem man nie das perfekte Auto hat, und immer gerne am Markt stöbert, hier ein schöner englischer Viersitzer mit Style.
Und zwar so viel Style, dass hier entweder die ganze vierköpfige Familie luxuriös Platz nehmen kann, aber genausogut auch Jean Connery aussteigen könnte.

Der Jensen 541 wurde auf der London Motor Show im Oktober 1953 vorgestellt und zwischen 1954 und 1963 gebaut. Mit einer windschnittigen glasfaserverstärkten Plastik Karosserie ist das 2+2 Coupé nicht nur ein optischer Leckerbissen, sondern auch technisch attraktiv. Die Spitzengeschwindigkeit von fast 200 km/h kann sich neben der damaligen Oberklasse Konkurrenz, wie Bristol, Jaguar oder Aston Martin sehen lassen. Eine bewegliche Kühlerabdeckung lässt den Motor schneller warm werden und der erste Viersitzer mit Scheibenbremsen an allen vier Rädern kommt von seiner Geschwindigkeit auch wieder ganz gut herunter.

Der Designer Eric Neale, der auch für den Interceptor und CV8 verantwortlich war, zeichnete um eine Auswahl an Austin Teilen diese schöne Karosserie.  Man könnte fast von italienisch anmutenden Kurven sprechen, aber auch von den Designelementen eines 300SL. Da Eric schon zu Ausbildungszeiten beim Coachbuilider Mulliners in Birmingham an Karosserien von Rolls-Royce, Minerva, Daimler, Panhard-Levassor oder Stutz Hand anlegte, kann man von einem gelungenen Entwurf eines erfahrenen Designers sprechen. Bis auf die gewöhnungsbedürftige, hintere Nummernschild-Halterung, schuf er hier ein heißes Gefährt.

Wer einen der 225 Jensen 541 haben möchte muss sich in UK umschauen.. Hier sind welche am Markt. Es gibt sogar Fotos eines linksgesteuerten, aber keinerlei Info wie viele es davon gab, oder ob diese überhaupt so original angeboten wurden.

Hervorzuhebendes Design Element:
-die Position der hinteren Blinker in der C-Säule
-die Klappe des Kühlergrill lässt sich in 5 Stufen manuell vom Fahrer öffnen. WTF?

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