Bisher sah ein gewöhnlicher Urlaubsablauf ungefähr so aus: Koffer packen, früh aufstehen, ab ins Auto, auf die Autobahn, 900km und einen langen Tag später gerädert im Hotel einchecken, Herumliegen, Ausflug, Baden, Ups, Woche schon vorbei, Koffer packen, lange Fahrt, Stau, gerädert zu Hause ankommen. Das war bisher mal mehr, mal weniger Erholung.

Man kann sich aber auch auf sein komplett untermotorisiertes Moped setzen, (in unserem Fall eine Vespa 150 BJ 1959 und eine Vespa 50 Spezial von 1981) und einfach losfahren. Der Reise wegen.

Mit durchschnittlich 39kmh von München nach Monaco, ist eine andere Art des Reisens. Jeder würde jetzt denken, dass das nichts mit Urlaub zu tun hätte. Aber es war mehr als das:

Der Weg ist das Ziel. Eine 5 Tage Reise. Über die Alpen, die, seit ich denken kann, noch nie ein Hindernis waren, plötzlich zum gerade noch erzwingbaren Ungetüm werden. Unzählige wunderschöne Dörfer, die zwar auf Karten verzeichnet sind, aber nie für den touristischen Strom erwähnt werden würden. Nette Abende mit Locals, die einem zum Dorfgespräch machen oder in Nostalgie schwelgen, weil sie vor 50 Jahren Ihre erste Liebe auf genau so einer Vespa kennengelernt haben. Straßen über die man seinen Neuwagen nie schicken würde, die einem aber atemberaubende Aussichten bieten.

Man sollte sich mal überlegen ob man ein fremdes Land tatsächlich kennenlernt indem man schnell die 5 Sehenswürdigkeiten der Region abklappert und dazwischen möglichst viel am Hotelpool brutzelt.

Die nächste Stufe wäre dann Mofa, und ich glaube dass es noch langsamer, noch besser werden würde…

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