Im Laufe der Zeit wird der Autolack mit einem stumpfen Schleier und kleinen Kratzern aus der Waschanlage überzogen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist es notwendig, dem Fahrzeug wieder den notwendigen Glanz mit einer ansehnlichen Politur zu verpassen. Perfekt dafür geeignet ist eine leistungsfähige Poliermaschine. Die Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) hat deswegen zehn Geräte von 30 Euro bis 390 Euro genauer unter die Lupe genommen.

Das Testverfahren
Als Testobjekt wurde ein älterer BMW aus dem Jahre 1997 herangezogen, der schon deutliche Abnutzungserscheinungen aufwies. Das bekannte Produkt Sonax Xtreme Maschinenpolitur Hybrid MPT besitzt ein hohes Ansehen bei privaten und Profieinsätzen und wurde bei diesem Test verwendet. Der anspruchsvolle Test beinhaltete im Allgemeinen 15 einzelne Beurteilungen in den vier großen Bereichen Equipment, Anwendung, Effekt und Preisgestaltung.

Im Abschnitt Anwendung wurde unter anderem die Applikation der Maschinen durch die GTÜ-Prüfer beurteilt. Für ein effizientes Arbeiten sollten die Poliermaschinen über eine genügende Kabellänge verfügen. Vier Meter und darüber hinaus stellen Makita, Westfalia, Flex, Skil und Krauss zur Verfügung. Die restlichen Modelle bieten dem Anwender nur eine unzureichende zwei Meter Version.

Der Diameter des Poliertellers ist ausschlaggebend
In umgekehrter Reihenfolge ist der Diameter des Poliertellers maßgebend. Ein zu großes Volumen behindert die Arbeit an komplex designten Autoparts. Idealerweise verfügen Polierteller über Abmessungen von 145 bis 122 Millimeter, wie sie bereits von Krauss, Skil und Flex praktiziert werden. Die restlichen Rotationspolierer sind deswegen unhandlich, genau wie zwei Exzenter bis einem Durchmesser von 240 Millimetern. Optimalerweise sollten Polierteller eine gewisse Flexibilität vorweisen – das trifft auf Flex, Einhell, Makita , Krauss und die zwei Exzenterpolierer zu. Darüber hinaus sollen die Diameter der Polierpads erheblich größer ausfallen, als die Polierteller. Damit wird verhindert, dass der Lack nicht unbeabsichtigt Kratzer erhält. Diesen Anforderungen entsprechen Krauss, Skil, Makita und Flex.

Deutlicher Sieger mit hervorragender Leistung
Als einzige Rotationsmaschine erhielt die PE 14-2 von Flex die Note „sehr empfehlenswert“ mit Top-Werten in den Bereichen Applikation und Wirkung. Platz zwei teilen punktgleich Kunzer 7 PM 03 und Makitas 9227CB mit dem Gütezeichen „empfehlenswert“ gefolgt von Superpolish P7 von Krauss in einem knappen Abstand. Unter Berücksichtigung des idealsten Preis-Leistungsverhältnisses unter den bestplatzierten erhielt das Kunzer-Modell die Auszeichnung „Preis-Leistungssieger“. Im Vergleich zu der Flex wurden genau die gleichen Resultate in der Polierwirkung und Kratzerbeseitigung erzielt. Mit 118 Euro ist sie etwa 30% billiger und speziell für Nichtprofis oder für nicht professionelle Einsätze geeignet. Nicht so bemerkenswert sind die Schmälerungen in den Bereichen Applikation, Einstellungen und Laufeigenschaften.

Hervorragende Performance bieten nur Flex, Kunzer und Makita
Die Resultate der GTÜ-Prüfung sind klar. Eine tatsächlich gute Performance vergeben die Test des GTÜ nur Flex, Kunzer und Makita. Bereits Krauss und Einhell fallen schon negativ auf. Anschließend beginnt der Sektor mit ungenügender Polierleistung und mangelhafter Kratzerbeseitigung.

Nach Abschluss der Kostenbeurteilung, in der das Preis-Leistungsverhältnis bei der Punktevergabe Berücksichtigung findet, stehen letztlich zwei Sieger fest. Der bereits amtierende Testsieger Flex PE 14-2, gefolgt vom Preis-Leistungssieger Kunzer 7 PM 03. Die GTÜ-Prüfer empfehlen, falls der Anschaffungspreis nicht hindert, dem anspruchsvollen Laien als auch dem Profi, der jeden Tag damit arbeitet, die Flex zu benutzen. Die restlichen Anwender werden mit der Leistungsabdeckung von Kunzer ihren Ansprüchen gerecht.

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